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COCOYOC

- Entwicklungspolitik, Themen & Praxis.
Wann 01.02.2010 00:00 31.12.2012 00:00 bis
Kontakt Name
Kontakt Telefon +43 (0316 830 880
Teilnehmer das Kollektiv: Elisabeth Fink, Gerhard Gindl, Reni Hofmueller, Robin Klengel, Greta Kostka, Birgit Mayerhofer, Walther Moser, Helmut Oberbichler, Johannes Raggam, Dominic Rainer, Saskia Rainer, Christoph Schalk, Jasmin Schaitl, Petra Schinagl, Wolfgang Schreffler, Gary Senzenberger, Christine Sohar, Petra Steiner, Tina Weisshaupt ...

Entwicklungspolitische Vereine berichten: ...ein Schulprojekt im Himalaya und im Kongo... Dorfentwicklung und Solarenergie für Spitäler in Tansania... Wasserkraft für Kuba... ein Medienprojekt über sexuellen Missbrauch und Stärkung von Frauenrechten in Nicaragua... ein Brunnenprojekt in Burkina Faso... Mikrokredite... Gender und globales Lernen...

 

 

DOWNLOADS: Österreich (CBA) und Deutschland (Freie Radios)

RSS-Abonnement der Sendungen

Projektbericht 2010

 

Freies Radio – Medium der Zivilgesellschaft: Die Vereine gehören keinen großen (internationalen NGOs, staatlichen oder kirchlichen) Institutionen an. Die Vereine haben gemeinsam mit Radio Helsinki Sendungen aus den Projektregionen gestaltet, um alternative und direkte Informationen (aus der Praxis) zur Entwicklungszusammenarbeit einer interessierten Öffentlichkeit näher zu bringen.

Entwicklungspolitische Praxis findet in pluralen Räumen statt und hat basale Bedürfnisse zum Inhalt: „Lebensmittel“ sind Nahrung, Wasser, Medizin, aber auch soziokulturelle oder individuelle Selbstbestimmung und Bildung. Näher betrachtet, zeigen sich Differenzen, wie diese Ziele erreicht werden können - sprich: was bedeutet Entwicklung?

"COCOYOC - Kontext" (Themensendungen); Entwicklungspolitische Praxis ist immer unter den jeweils "herrschenden Verhältnissen" zu verstehen. Auf die historischen, sozialen, ökonomischen, kulturellen Dimensionen gehen wir in speziellen Themensendungen ein. Diese Sendungen sind als "Cocoyoc - Kontext" gekennzeichnet, zb. zur sozialen Apartheid (Dennis Brutus, Patrick Bond); Geschichte des Entwicklungsbegriffes (Karl Kumpfmüller) oder postkoloniale Geschichten (Ingeborg Grau) ....

Sendungsaustausch und Reichweiten: Ein Dankeschön an die KollegInnen der anderen Freien Radios für den Sendungsaustausch!

Radio Freequenns (Liezen)
Freirad (Innsbruck)
Radiofabrik (Salzburg)
Radio Fro (Linz)

Radio Proton (Bregenz)

Radio Orange (Wien)
Campusradio (St. Pölten)
coloRadio (Dresden)
Dreyeckland (Freiburg/Breisgau)
Radio F.R.E.I. (Erfurt)
Radio LOHRO (Rostock)
Wüste Welle (Tübingen)
Radio LoRa (Zürich)

Strategien zur Gegeninformation: Freie Medien und „Öffentlichkeitsarbeit“: Die Verfügbarkeit von günstigen Produktionsmitteln (Rekorder, Digitalisierung) haben seit ca. 10 Jahren eine „mediale Revolution“ zugelassen, mithin eine Demokratisierung der AV­-Medien und dies unbemerkt von den Massenmedien (aus deren Eigenlogik verständlich). Günstige mediale Produktionsmittel ermöglichen nunmehr erweiterten Zugang zu ÖffentlichkeitEN (Homerecording)!

 

Die Projektvereine im Überblick

Aktion Brücke in den Kongo

bik.jpg Aktion Brücke in den Kongo: Begonnen hat alles vor gut 125 Jahren, als der junge Hermann Wissmann Richtung Zentralafrika auszog, das Kongobecken erforschte und Blutsbruderschaft mit dem Stamm der Bashilange schloss. Im Jahr 2005 reiste zu den Feierlichkeiten zum 100. Todestages zu Ehren des berühmten Afrikaforschers eine Delegation aus dem Congo DR an und es kam die Idee auf, diese historische Beziehung zwischen Weißenbach / Liezen und dem Kongo wiederaufleben zu lassen und zu vertiefen. Erstes Ziel des Projekts ist es, in der Missionsstation Mikalayi in der Kasai-Provinz eine Schule wiederherzustellen. Das Gebäude stammt etwa aus dem Jahre 1920 und ist sehr reparaturbedürftig. Die Stromversorgung und Unterrichtsmittel wären dann ein nächster Schritt.

www.abc.cd

 

Energy for Cuba

efc.jpg Energy for Cuba ist ein wohltätiger Verein zur Förderung erneuerbarer Energie in der Dritten Welt. Forschung, Studentenaustausch und Entwicklungshilfe sind seine wesentlichen Aufgaben. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der kubanischen Universidad Oriente, der Technischen Universität (TU) Graz, der Fachhochschule Wels und der HTL Braunau. Gegründet wurde der Verein 2002 von fünf engagierten Schülern der HTL Braunau. Zwei Milliarden Menschen leben auf dieser Welt in Armut, der Klimawandel wird dieses Elend noch weiter vergrößern. Wir möchten durch Forschung- und Bildungsarbeit und Projekte im Bereich erneuerbarer Energien in der Dritten Welt vorantreiben. Erneuerbare Energien können den Klimawandel zwar bekämpfen, die Dritte Welt verfügt jedoch weder über die Mittel, noch über das notwendige Know-how zur effizienten Nutzung erneuerbarer Energieträger. Klimaschutz muss global betrieben werden, dafür ist eine faire, weltweite Kooperation erforderlich.

www.energy-cuba.adm.at

 

Erklärung von Graz

evg.png Anfang der 70er Jahre begann eine Gruppe von GrazerInnen mit Selbstbesteuerung für die Dritte Welt. Aus dieser Initiative entwickelte sich die ERKLÄRUNG VON GRAZ, ein Verein für solidarische Entwicklung mit den Ländern des Südens.
Wir sind überzeugt, dass Erfolgs- und Konsumzwang dem Wert unseres Lebens abträglich sind und setzen deshalb einen kleinen Teil unseres Wohlstands für die Finanzierung von Projekten der autonomen Entwicklung an einzelnen Orten in den Ländern des Südens ein.
Wir wählen die von uns finanzierten Projekte selbst aus und legen großen Wert auf einen direkten Kontakt mit den Personen, die die Projekte vor Ort betreuen. Sie können sich auch auf unserer Homepage unter www.evg-eza.org informieren.

www.evg-eza.org

 

Friends of Lingshed

fol.jpg Die Friends of Lingshed engagieren sich seit 1994 in der Region Ladakh in Kaschmir, Nordindien. Das entlegene Dorf Lingshed ist nur über einen mehrtägigen Marsch über 5000 Meter hohe Pässe erreichbar. Die Friends of Lingshed finanzieren verschiedene Bildungsprojekte, um Kindern und Jugendlichen aus Lingshed oder anderen entlegenen Dörfern in Ladakh eine gute Schulausbildung bzw. ein Studium zu ermöglichen. Die Spendengelder werden verwendet für Patenschaften für Schulkinder, Studentinnen und Studenten, für das Projekt Winterunterricht (eine Art „Nachhilfeunterricht“ in den Ferienmonaten Dezember bis Februar in Lingshed und umliegenden Dörfern), für Umwelterziehung, für kindgerechte Schulbücher und Unterrichtsmaterialien sowie für Berufsausbildung. Gemeinsam mit der Dorfbevölkerung haben die Friends of Lingshed im Jahr 2000 mit Spendengeldern eine solarbeheizte Schule gebaut, die der Grundstein für die Entwicklung eines großen Schulzentrums der örtlichen Regierung in Lingshed war.

www.lingshed.org

 

Life Earth

lea.jpg Der Verein Life Earth unterstützt Projekte zur Förderung in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales in Ostafrika. Dies sind Photovoltaik- und Solarheißwasserprojekte für Spitäler, Gesundheitszentren und „Dorfkliniken“, Patenkind-Aktionen für AIDS-Waisen sowie soziale Projekte zur Unterstützung in Slumgebieten und Aufklärungsprojekte. Derzeit läuft das Gesundheitsförderungsprojekt „Sehen ohne Grenzen“ in Kooperation mit Augenärzten des LKH Bruck/Mur in Tansania und für 2010 ist die Initiierung eines Projekts mit jungen Prostituierten in Uganda geplant. In den Radio-Sendungen im Februar informiert Life Earth über diverse sozial- und gesundheitskritische Probleme in Tansania und Uganda und darüber wie die oben erwähnten Projekte des Vereins auf diese Probleme reagieren.

www.lifeearth.at

 

Mojo

mojo_johannesburg.jpg Das Projekt 2010: 15 Studierende der Fachrichtungen Architektur und Bauingenierwesen der TU Graz und der TU Wien planen und bauen eine Schule an der Wild Coast in Südafrika. Der Standort liegt in einer der ärmsten Regionen Südafrikas, dem ehemaligen Transkei. Es wird ein genereller Masterplan für das Schulareal entworfen, welcher für die nächsten 10 Jahre konzipiert ist. Im Sommer 2010 werden die ersten Gebäude - Klassenräume für die Pre School und die Primary School - von den Studierenden errichtet. Die Eröffnung ist für Jänner 2011 geplant. Unterrichtet werden Kinder aus der Region für die der Besuch unserer Schule kostenlos ist. Somit bekommen auch ärmere Familien die Gelegenheit, ihren Kindern eine schulische Ausbildung zu ermöglichen.

M O J O - hinter diesem Kürzel verbirgt sich ein gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, Studierenden von den Fakultäten Architektur und Bauingenieurwesen eine praxisnahe Ausbildung im Rahmen von Fullscale Projekten zu ermöglichen. Weiters wird im Rahmen von MOJO der Austausch von Wissen, praktischem Können und kulturellen Erfahrungen zwischen Europa und Afrika gefördert.

www.ithuba-mojo.net

 

NIcaúnidAT

nic.jpg Der Verein NIcaúnidAT realisiert und plant Projekte in Granada, Nicaragua mit Unterstützung von Pan y Arte Österreich. NIcaúnidAT, ein Verein von Studentinnen der Universität für angewandte Kunst Wien, arbeitet anhand der Medien Fotografie, Video und Sound mit Jugendlichen zum Thema „Tourismus“.
In der ersten Sendung (Deutsch/Spanisch) erzählt die Initiatorin Jasmin Schaitl, wie es zum Projekt Asomate kam. Darin realisierten die Jugendlichen Kurzfilme zum Thema der sexuellen Ausbeutung. Außerdem führten sie unterschiedlichste Interviews auf der Straße, mit der Polizei, dem Bürgermeister, usw. durch. Das Ziel war, die Jugendlichen über die Kunst zur Reflexion ihres Alltags zu bewegen, im Speziellen die sexuelle Gewalt und Effekte des Tourismus wahrzunehmen.
In der zweiten Sendung wandern wir akustisch durch Nicaragua! Stationen der Reise: die Tourismusstadt Granada, das Festival de Poesia und Gioconda Belli, die Vulkaninsel Ometepe, ein Jugendtheaterstück, bis ins stille Naturreservat Tisey-Estanzuela in Esteli.

nicaunidat.wordpress.com
www.panyarte.at

 

palaver connected

Das Internetcafé  palaver connectedbefindet sich in der Nähe des Kunsthauses in Graz. Das Café ist ein Ort der Begegnung. Es fördert den Austausch unterschiedlicher Frauen miteinander. Eine Zusammenarbeit mit Cocoyoc ergab sich aus dem transkulturellen Anspruch und dem Schwerpunkt auf Frauenförderung. So veranstaltet das "Palaver" Workshops und Präsentationen zum Thema "Mikrokredite" und "Globales Lernen". Das Palaver ist im Austausch mit dem Community Radio in Liberia (Radio Harper) - alle Sendungen sind über die CBA zum Download verfügbar.

http://palaver-connected.blogspot.com/

 

Tifinagh

tif.jpg Der Verein Tifinagh unterstützt die Tuareg- Kel Tifinagh im Raum Agadez und Aïr. Alle Mitglieder des Vereines bereisen das Gebiet laufend und haben persönlichen Kontakt zu den Tuareg in Städten, Dörfern und vor allem in den Nomadengebieten. Der Verein IZAT in Agadez ist Kooperationspartner, seine Ziele sind die Verwirklichung nachhaltiger Entwicklungsprojekte und eine Verbesserung der Schul- und Berufsausbildung. Sendung I: Die Sendung gibt Einblick in die Lebenssituation der Tuareg(nomaden) in Niger und erzählt vom Versuch einiger Reisender, durch den Verein Tifinagh, Unterstützung zu bieten.
Sendung II: Ishumar-Guitar – oder Wüstenrock. Ein Abriss zur Entwicklung dieses Musikstils – besonders geprägt durch Tinariwen oder Abdallah Ouambadougou. Eine musikalische Reise durch die Wüste.

vereintifinagh.blogspot.com

 

Zikomo

zikomo_sambia.jpg ZIKOMO ist ein Verein zur Förderung afrikanischer Studenten und Studentinnen in ihren Heimatländern mit dem Sitz in Graz (Österreich). Der Verein bezweckt die Akquirierung von Spendengeldern, die ausschließlich für die Ausbildung von afrikanischen Studentinnen und Studenten in ihren Heimatländern verwendet werden, wobei sich die Aktivitäten zurzeit auf Sambia konzentrieren.

 

  • 68% der sambischen Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze und verdienen weniger als 1 Euro pro Tag. Über 50% der Menschen sind arbeitslos. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 38 Jahren.
  • Eine Ausbildung vor Ort reduziert das Risiko permanenter Armut um 76%.
  • Durch Steigerung des Ausbildungsniveaus der Menschen vor Ort wächst das Potential an qualifizierten und eigenständigen Lösungen durch die hervorgebrachten Fachkräfte.
  • Die Absolventinnen und Absolventen unseres Förderprogramms tragen zur Entwicklung ihrer Heimatländer bei und können die Lebensbedingungen für ihre Mitmenschen vor Ort langfristig verbessern.
  • www.zikomo.at

     

     

    * Cocoyoc...

  • ...Nahuatl: "ein Ort, wo sich die Kojoten treffen...", bezeichnet im 11.Jh. einen voraztekischen Ort in Mexiko (heute im Bundesstaat Morelos).
  • ...Hernan Corteś: der Konquistador zog 1521 durch nämlichen Ort und steht für den "Beginn" kolonialer-europäischer Landnahme.
  • ...Ivan Illich und Paolo Freire: hatten ab 1960 nahe Cocoyoc in Cuernavaca ihr Centro Intercultural de Documentación.
  • ...Baraba Ward: Verfasste 1974 die "Cocoyoc Deklaration" für eine UNO Konferenz, die Entwicklung gegen das Wachstumsparadigma, staatliche Programmatiken, sondern von "unten" definieren sollte. Artikel von Johann Galtung.

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    fairstyria.jpg

    Wir danken dem Land Steiermark / FAIR STYRIA für die freundliche Unterstützung!

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