Frequently Asked Questions

Verpflichtende COVID-Impfung? Ethische und rechtliche Fragen, Teil 1

Sendetermin 09.09.2021 16:00 bis 16:30
K P de en
Nachrichten/Info

Intra- und interpersonelle Konflikte, Tugendpflicht, Wertedilemma, menschliche Grundrechte, viele Begriffe rund um die Frage: "Ist eine Impfpflicht generell bzw. für bestimmte Berufsgruppen ethisch vertretbar?"

Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Diskussionsveranstaltung der FH St. Pölten zum Thema COVID-Impfung und die Auswirkungen der Pandemie auf die Arbeit von Sozialarbeiter*innen. Die Sendung Campustalk auf dem Sender CR94.4 - Campus & City Radio St. Pölten hat diese Veranstaltung aufgezeichet und ihren Hörer*innen nähergebracht. Wir übernehmen diese Aufzeichnung in zwei Sendungen. Die Gesamtsendung kann hier nachgehört werden.

In Teil 1 hören wir zunächst Dr. Maria Katharina Moser, MTh, Direktorin der Diakonie Österreich. Sie spricht über die ethischen Aspekte der Frage nach Konflikten und erläutert die Grundprinzipien des ethischen Denkens, etwa, dass man verschiedene Kriterien wie Güter, Übel und Prinzipien einbeziehen muss. Dadurch entstehen viele Unterfragen, wie z.B., ob die Impfung ein gutes und richtiges Mittel für den Schutz vor Krankeit und Pandemie darstellt, oder ob es eine moralische Pflicht gibt, sich impfen zu lassen, wenn man dadurch Menschen rund um sich schützt, wie es vor allem in Sozialberufen wichtig ist. Aber wie ginge eine solche Solidaritätspflicht mit dem Grundrecht auf Privatleben einher? Hier kommt neben dem moralischen natürlich auch der rechtliche Aspekt zu tragen.

An diese Frage schließt dann Rechtsexperte MMag. Volker Frey an. Wann sind Eingriffe in unsere Grundrechte "gerechtfertigt" und wann spricht man von einer Verletzung von Grundrechten? Diese juristische Unterscheidung und andere rechtliche Grundlagen erläutert der Generalsekretär des Klagsverbands zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern.

Die Gesprächsrunde moderierte FH Prof. Mag. Michaela Moser. Bearbeitung und Redaktion der Originalsendung: Sabine Hubner.


 

Teil 2 des Gesprächs, den wir am 10.09. um 16:00 senden, blickt dann direkt in die Praxis: Zu Wort kommen Manuela Kastner, Selbstvertreterin, der Lebenshilfe Salzburg sowie Mag. (FH) Michael Hanl-Landa, Lebenshilfe Salzburg, OBDS, sowie ein weiteres Mal Maria Katharina Moser zur Frage, ob Regeln in Betrieben nicht auch über inter- und intrapersonelle Konflikte hinweghelfen können.

Information zur Sendereihe

Frequently Asked Questions
Das Corona-Update aus dem Freien Radio

 

English version below

Seit dem 16. März 2020 – dem ersten Tag des ersten Lockdowns – begleiten wir mit dieser Sendereihe durch den neuen und gesamtgesellschaftlich herausfordernden Alltag. Um die zehn Redakteur*innen gestalten mittlerweile drei Mal wöchentlich dieses halbstündige Gesprächs-Format rund um die vielseitigen gesellschaftlichen Auswirkungen der Pandemie. Jede*r ist individuell davon betroffen – ob auf persönlicher oder beruflicher Ebene – das zeigt sich in der breiten Palette unserer Interview-Partner*innen. Auf Englisch und Deutsch befragen wir angefangen von Medien-, Kunst- und Kulturschaffenden, über Menschen in Gesundheits- und Sozialberufen bis hin zu zivilgesellschaftlichen Vertreter*innen aller Altersstufen im In- und Ausland, wie es ihnen in dieser Krise geht, welche Maßnahmen sie im Umgang damit entwickelt haben, welche Forderungen sie an die Regierung stellen, aber auch welche Ängste, Sorgen, Hoffnungen und Wünsche sie derzeit haben. Neben Expert*innengesprächen finden sich Gespräche mit Betroffenen und kritischen Geistern zu selben Teilen. Wir wollen gegen Fake-News und Verschwörungsmythen rund um Covid-19, aber auch gegen autoritäre Tendenzen und Panik antreten. Es ist uns ein Anliegen, den Effekten von drastischen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und gesellschaftlicher Isolation entgegenzuwirken.

Die Sendereihe versteht sich nicht zuletzt auch als ein Archiv der Auswirkungen dieser Pandemie für die Zukunft. Im Programm finden sich neben Gesprächen fallweise auch Übernahmen anderer Freier Radios. Die Sendereihe entstand zunächst in Kooperation mit KIT Land Steiermark (Krisenintervention und Interkonfessionelle Akutbetreuung), mittlerweile besteht diese Kooperation nicht mehr.

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FREIRAD (Innsbruck)
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Freequenns (Ennstal)
Campus & City Radio St. Pölten (nur dienstags)
Radio Proton (Vorarlberg)
Radio FRO (Linz) (nur donnerstags im Kultur & Bildungskanal, außer 1. Donnerstag im Monat))



Since the 16th of March, 2020 - the first day of the first lockdown - we have been accompanying the new and socially challenging everyday life with this series of broadcasts. Three times a week around ten editors present this half-hour talk format, dealing with the multifaceted social impact of the pandemic. Everyone is individually affected by it - whether on a personal or professional level - this is reflected in the wide range of our interview partners. In English and German, we interview people working in the media, arts and culture, in the health and social professions, as well as civil society representatives of all age groups, both in Austria and abroad. We ask them how they are doing in this crisis, what measures they have developed to deal with it, what demands they are making on the government, but also what fears, worries, hopes and wishes they currently have. In addition to expert interviews, we also present talks with those most negatively affected and critical minds in equal measure. We want to oppose fake news and conspiracy myths around Covid-19, but also authoritarian tendencies and panic. It is our concern to counteract the effects of drastic restrictions on freedom of movement and social isolation.

Last but not least, the series sees itself as a Covid-19 archive for the future. In addition to talks and live conversations, the program also includes occasional re-broadcasts of other free radio stations. This format was initially created in cooperation with KIT Land Steiermark (Crisis Intervention and Interconfessional Acute Support), but this cooperation no longer exists.

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