Das wilde Denken – Kulturanthropologische Gespräche

Gehörte Erinnerung. Über milieuspezifische Unterschiedlichkeiten des Hörens. Mit Thomas Felfer. Wiederholung

Sendetermin 30.12.2013 06:00 bis 07:00
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Talk/Diskurs

Geräusche begleiten uns durch den Tag, sie sind allgegenwärtig, ständig hören wir irgendetwas etwas. Doch gerade wegen seiner Alltäglichkeit und Körpernähe ist das Hören eine weitgehend unhinterfragte Kulturpraxis. Wenn man jedoch die Hörerfahrungen der Menschen vergleicht, so bemerkt man große Unterschiedlichkeiten: Woran erinnert mich das Glockenläuten einer Kirche? Welche Geräusche bezeichne ich als Lärm? Welchen Wert hat Stille, also die Abwesenheit von Klang, für mich?

In seiner Diplomarbeit "Klangerinnerungen. Versuch einer Ethnographie des Hörens" vergleicht Thomas Felfer die Assoziationen und durch Klänge evozierten Erinnerungen von AkteurInnen aus unterschiedlichen Milieus. Dabei stellt er Fragen nach einem "Hörhabitus" und inwiefern das Hören als distinktive Kulturtechnik bereits im soziokulturellen herkunfsmilieu "erlernt" wird.

Information zur Sendereihe

Das wilde Denken – Kulturanthropologische Gespräche
Mit Robin und Ruth

Die Kulturanthropologie erforscht kulturelle Prozesse mit einem Fokus auf die Perspektive der Akteurinnen und Akteure. Unter Kultur versteht sie „The whole way of life“, sie erforscht die Lebensweise von Menschen und ergründet Bedeutungen und Zusammenhänge.

In Das wilde Denken sprechen Ruth Eggel und Robin Klengel mit jungen Wissenschaftstreibenden vom Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie der Uni Graz über ihre aktuelle Forschung. Diskutiert werden Kulturanalysen zwischen Facebook und Ich-AG, Swingerclub und Wartezimmer, Prekarisierung und Selbstverwirklichung.

 

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