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Der Mühlgang - Der Wirtschaftszweig der Mur. [c/o Das Klangbad - Ein Kunstkraftwerk beim Mühlgang]

Sendetermin 09.03.2017 19:00 bis 20:00
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Feature/Magazin

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Die Landschaft ist politisch.

Natur und Natürlichkeit sind auch Zauberwörter. Menschen gestalten Landschaft und greifen ein, pflanzen Wälder, bauen Städte, legen Schienen und graben Äcker. Planmässig ist die europäische Wildnis erobert worden. Besonders die Flüsse wurden begradigt und Moore, die Aulandschaften trockengelegt.  Die Flüsse sollten Wasserkraft für Mühlen und Sägen liefern, später für Strom. Wenn in Graz gegen das Murkaftwerk demonstriert wird, dann wird weniger für einen natürlichen Fluss, sondern für eine politische Landschaft gestritten, wie sie gestaltet und genutzt werden soll. Eine Nebengeschichte der Mur ist der Mühlgang - er ist so etwas wie der Wirtschaftszweig der Mur gewesen. Ein städtischer Kanal der seit dem Mittelalter  die Wasserkraft zu den Handwerkern, Müllern und Feilenschleifern brachte. Der Mühlgang zeigt den Gang Industriegeschichte  - von den vielen Kleinkraftwerken und Wasserrädern zu den Laufkraftwerken der Mur und dem politischen Wiederständen an den Grenzen unseres Wachstums.

Mehr als dreißig Kilometer ist er lang:  der Mühlgang. 

Seit mehr als sechshundert Jahren gibt es ihn und hier stand die älteste Mühle von Graz, die Rösselmühle seit 1270. 2014 wurde sie stillgelegt. Einst gebaut für die Mühlen und Bäckereibetriebe wird die Wasserkraft des Mühlganges heute in elektrischen Strom gewandelt. 11 Kraftwerke quer durch die Stadt. Der Mühlgang ist ein Stück Stadt- und Industriegeschichte.

Reni Hofmüller und Nicole Pruckermayr beschäftigen sich seit mehreren Jahren mit dem Mühlgang.

Dafür sind sie abgetaucht in die Geräuschwelten des Mühlganges. Die Unterwasseraufnahmen sind zu hören in einer Klangskulptur, die sie Klangbad nennen. Betrieben wird das Klangbad mit selbstgemachtem Strom aus dem Mühlgang.

Sie hören die Eröffnung des Klangbades, die Gespräche mit BesucherInnen und freilich die Unterwasserwelten des Mühlganges.

Homepage des Projekts Klangbad

Reni Hofmüller ist Künstlerin und Leiterin der „esc“ – des „medien-kunst-labors“ in Graz.

Nicole Pruckermayr, hat Architektur studiert und ist freischaffende Künstlerin.

Das Klangbad ist geöffnet bis 18. Oktober 2015. Immer am Wochenende von Freitag bis Sonntag, von 1400 bis 1800h, beim Mühlgang im Rösselmühlpark bei der Alten Postgarage in Graz.

Am Klangbad mitgewirkt haben viele:

Kerstin Barnick-Braun (Text)
Hannes Fiechtner, Thomas Musil (Turbinentechnik)
Martin Huth (Metallbau)
Wolfgang Reinisch, Club der Nichtschwimmer (Veranstaltungsort)
Maurice Rigaud (grafische Projektbegleitung)
Ernesto Rico-Schmidt (Wasserkraftberatung)
Gerd Langer (Aufbau)
Nikolaos Zachariadis (Foto)

Das Klangbad wurde realisiert mit Unterstützung von Heimo Ecker-Eckhofen und Eva Berghofer vom „Älteren Mühlenconsortium“

Institut für Kunst im Öffentlichen Raum Steiermark: Elisabeth Fiedler, Dirk Möllmann, Johannes Leitich, Michael Neubacher, Iris Kasper

Gestaltung der Sendung unter und über Wasser, Walther Moser.


 

Die nächsten Eigenproduktionen:

Mehrsprachige Workshops mit Jugendlichen in der Basisbildung - Mit dem lernKwa.tier bei uniT / Kunstlabor Graz.

"Zeitgeschichte im Radio" - die Sendungsreihe mit Zeitgeschichte StudentInnen des Instituts für Geschichte, Uni Graz.

"Überwiesen vom Lagerarzt: Zwangsarbeiterinnen des Lager Liebenau als PatientInnen der Grazer Universitäts-Frauenklinik" - Mit dem SMZ Liebenau.

Entwicklungspolitische Diskussionen - Mit der "Erklärung von Graz"

Mit Sendungsübernahmen von:

Südnordfunk - Debatten und Stimmen aus dem globalen Süden (c/o iZ3w - Informationszentrum Dritte Welt)

Welt im Ohr - Bildung, Forschung und Entwicklung (c/o Kommission für Entwicklung und Forschung)

Against the Grain - politische, soziale, kulturelle und ökonomische Analysen (c/o KPFA Berkeley)

Transom - Ein Lernraum mit neuen Stimmen und Arbeiten im Radio (c/o Atlantic Public Radio)

Scene on Radio -  Features und Reportagen aus dem sozialen Leben (c/o Center for Documentary Studies, Duke University)


 

Information zur Sendereihe

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Freiraum, Werkstatt, Labor, Bühne, Lernraum


c/o ist gemeinsam gestaltetes Radio. Ein Freiraum, eine Werkstatt, ein Lernraum - ein Ort an dem Vieles entstehen und verbunden werden kann. Ein Freiraum, weil c/o offen ist, für Menschen, ihre Themen und Ideen. Eine Werkstatt, weil wir hier gemeinsam an Sendungen arbeiten. Ein Lernraum ist jede Sendung. c/o ist auch eine Adresse im Radio für jene, die Ideen haben aber keine eigene Sendung.

 

 

Walther Moser
Email: walt@mur.at


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