Radio RomaRespekt

WH: #22 "Wenn ich eine andere Herkunft gehabt hätte, würde ich vielleicht auch Blumen malen" – die Künstlerin Mar

Sendetermin 04.11.2017 18:00 bis 19:00
K P de
Feature/Magazin

Wiederholung der Sendung vom 21. Oktober 2017

Seit 1999 arbeitet Marika Schmiedt künstlerisch zu Romafeindlichkeit. Sie arbeitet konzeptuell mit Film, Plakaten, historischen Recherchen – auch im öffentlichen Raum. Das tut sie mit Bezug auf John Heartfield, den Erfinder der politischen Fotomontage. Marika Schmiedts persönliches Erleben, das Erleben ihrer Mutter und die Suche nach der Geschichte ihrer Familie haben sie zu ihrer Arbeit motiviert. Sie öffnet sich, gibt viel von sich preis, zeigt Wunden. Mit diesen sehr persönlichen Erfahrungen beschreibt sie die kontinuierliche Gewalt einer Gesellschaft gegen ihre Minderheiten. Sie beschreibt das Trauma der Vernichtung im Nationalsozialismus als eine gesamtgesellschaftliche Wunde, in die sie mit ihren Arbeiten den Finger legt. Dafür erhält sie nicht nur Anerkennung sondern meist starken Gegenwind.


Die Musik dieser Sendung ist von Kritzkom "Swell Pattern".


Website von Marika Schmiedt: https://marikaschmiedt.wordpress.com

Youtube-Kanal von Marika Schmiedt: https://www.youtube.com/user/ARTBRUTvideo

 


 

Information zur Sendereihe

Radio RomaRespekt
Sint_ezze und Rom_nja als Expert_innen ihrer Interessen

Was will Radio Romarespekt? Die meisten von euch – das Radiopublikum – sind Gadje, das heißt Personen der Mehrheitsgesellschaft.

Was wisst ihr von Roma und Sinti, Rom_nja und Sint_ezze, von ihren Leben, von ihren Wünschen, von ihren Interessen? Viel von dem, was ihr denkt über sie zu wissen, sind jahrhunderte alte falsche Bilder. Der Realität entbehrende Klischees. Das sind antiromaistische Stereotype. Diese Stereotype nerven. Sie machen reale Personen unsichtbar. Menschen werden ausgegrenzt und das sogar gewaltsam.

Radio RomaRespekt sendet gegen überkommene antiromaistische Stereotype. In Radio RomaRespekt sprechen Sint_ezze und Rom_nja als Expert_innen ihrer Interessen, z.B. als Wissenschaftler_innen oder als Künstler_innen. Sie sprechen als Individuen mit selbstgewählten und komplexen Identitäten. Viele von ihnen sprechen auch als politisch aktive Kämpfer_innen für Respekt, Bürger_innenrechte und menschenwürdige Lebensbedingungen. Auch solidarische Personen kommen zu Wort, die die Kämpfe von Rom_nja und Sint_ezze unterstützen oder den Antiromaismus der Mehrheitsgesellschaft kritisch reflektieren.

Radio RomaRespekt sammelt und verbreitet Wissen über antiromaistische Stereotype – Wissen aus politischen Kämpfen und aus gelebten Leben.

Sendungen zum Nachhören unter: https://soundcloud.com/weiterdenken/sets/radio-romarespekt

Eine Sendungsübernahme von Coloradio, Dresden.

 

 

Programmrat


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