Eigenklang

Die Strategie der Unterschiede – „Sehr bunt“. Musik in der chinesischen und taiwanesischen Diaspora

Sendung am 16.01.2018 08:30 bis 09:30
Ö U K V

Musiksendung

Wieder einmal berichtet Eigenklang von der Ringvorlesung Transkulturalität_mdw, die am 6.Dezember 2017 den Fokus auf China und Taiwan gerichtet hatte.

Shen Yun Performing Arts ist seit 2006 weltweit zu einem Begriff geworden. Ursprünglich als Event zur Feier des chinesischen Neuen Jahres von chinesischen Artisten und Artistinnen in den USA geplant, hat sich die Show einen großen Namen auf dem New Yorker Broadway und tourt jedes Jahr mit einem neuen Programm um die ganze Welt. Gezeigt werden „5000 Jahre chinesischer Kultur“ – auf jeden Fall steht das auf der Verpackung. Dass sich darin sowohl politische als auch spirituelle Botschaften befinden, hat die Ethnologin Su Zheng von der Weselyan University untersucht. Mit dem Begriff Strategic Difference beschreibt sie die Taktik, mit der Akteure und Akteurinnen in transkulturellen Gesellschaften kulturelle Unterschiede taktisch in den Vordergrund stellen, um politische, ökonomische oder soziokulturelle Vorteile zu gewinnen.

Im Zweiten Teil kommt die aus Taiwan stammende Musikerin und Komponistin Ming Wang ins Eigenklang-Studio. Geboren in Taipei hat sie in nach den Zupfinstrumenten Pipa und Guzheng in Wien Komposition und Computermusik studiert. Am 6. Dezember hat sie den musikalischen Teil des Abends gestaltet und den Bogen über 1500 Jahre chinesischer Musik bis zu den eigenen Kompositionen und der Zusammenarbeit mit Karlheinz Essl gespannt. Wir hören Auszüge aus ihrem Programm und sprechen mit Ming Wang über die Hintergründe der Lieder und das Guzheng.

Institut für Volksmusikforschung der Universität Wien

Das Institut für Volksmusikforschung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien beschäftigt sich primär mit Volksmusik im weitesten Sinn des Wortes, also mit einer unglaublichen Vielfalt von regionalen und ethnischen Stilen - authentisch, virtuos, berührend und faszinierend. Musik ist über das Medium Radio transportierbar. Warum also nicht eine Sendung aus unserem Institut? Das Institut forscht, lehrt und publiziert. Die Ergebnisse der Forschung sollen über die Fachkreise hinaus einer breiteren Öffentlichkeit bekannt werden, insbesondere weil sie gesellschaftspolitisch relevant sind. Traditionelle Musik wird in verschiedensten Zusammenhängen als "Lebensmittel" gebraucht, sie ist von großer Bedeutung für Identität, Ethnizität, regionales Bewusstsein. Deshalb eine Radiosendung, in der Forschungsinhalte in leicht nachvollziehbarer Form präsentiert werden. Auch unsere Student_innen sind eingebunden. Sie heißt "Eigenklang", weil es immer um musikalische Ausdrucksformen eines "Eigenen" geht, weil dies die besondere Qualität von traditioneller Musik ist. Es geht dabei um eine große Vielfalt der verschiedenen "Eigenheiten".

Moderation: Stephan Hametner, Gregor A. Grömmer
Inhalte/Gestaltung: Institut für Volksmusikforschung (Dr.in Ursula Hemetek, Mag.Stephan Hametner, Mag. Gregor A. Grömmer)

Institut für Volksmusikforschung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Email: volksmusik@mdw.ac.at
Website: http://www.mdw.ac.at/ive

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