Die Dynamik der gegenwärtigen Rechten

Das Lachen der Täter. Männlichkeit, Gewalt und die Rechte

Sendung am 13.02.2019 19:00 bis 20:00
U P

Feature/Magazin

Teil der Vorlesungsreihe „Die Dynamik der gegenwärtigen Rechten“ 

Referent: Prof. Dr. Klaus Theweleit (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe / Freiburg)
Einführung: Ass.-Prof. Dr.in Claudia Globisch (Institut für Soziologie/ Veranstalterin der Reihe)
Grußworte: Univ.-Prof. Dr. Dirk Rupnow (Dekan der Philosophisch-Historischen Fakultät / Universität Innsbruck)
Moderation: Univ.-Ass. Dr. Paul Scheibelhofer (Institut für Erziehungswissenschaft / Universität Innsbruck)

Klaus Theweleit, Koryphäe der Faschismus- und Männlichkeitsforschung, beschäftigt sich in seinem Vortrag mit faschistischer Männlichkeits- und Gewaltphantasie. Aus psychoanalytischer Perspektive stellt er Frauenbild, Körperverhältnis und Kampfberichte in das Zentrum seiner Analyse.

Dr. Klaus Theweleit, geboren 1942, studierte Germanistik und Anglistik. Er ist Literaturwissenschaftler, Kulturtheoretiker und Autor. Sein 1977/1978 erschienenes zweibändiges Werk „Männerphantasien“ wurde zum Bestseller, mit dem er internationale Bekanntheit errang. Theweleit lehrte am Institut für Soziologie der Universität Freiburg. 1998-2008 war er Professor für Kunst und Theorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Mehrere Gastsemester an den US-Universitäten Dartmouth College, Santa Barbara, Charlottesville, Virginia. Veröffentlichte u.a.: Buch der Könige (3 Bände, 1988-1994), Der Knall: 11. September, das Verschwinden der Realität und ein Kriegsmodell (2002), Deutschlandfilme. Filmdenken und Gewalt (2003),Der Pocahontas Komplex (3 Bände, 1999-2013).  Zuletzt erschienen: „Das Lachen der Täter: Breivik u.a. Psychogramm der Tötungslust.“ (2015).

Organisation: Ass.-Prof.in Dr.in Claudia Globisch (Institut für Soziologie/Universität Innsbruck) & Manuel Mayrl (Forschungsplattform Organizations & Society/Universität Innsbruck)

 


 

Interdisziplinäre Einblicke in rechtes Denken und Handeln

Die gegenwärtigen Erfolge rechter Parteien in Europa, der Präsidentschaftswahlkampf in den USA, Österreich und Frankreich, der Aufklärungsprozess der Taten des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ (NSU) und Morde von Seiten der „Reichsbürger“ in Deutschland – die Mobilisierung des Flüchtlingsthemas von diversen rechten Akteur_innen in Europa – machen das Thema „Rechtsextremismus“ derzeit aktueller denn je. Der Zusammenhang von Prekarisierung und Rechtspopulismus wird in der Forschung rege diskutiert.

Terror entsteht nicht von heute auf morgen, sondern basiert auf längerfristigen Sozialisationen von Menschen mit einem bestimmten Welt- und Gesellschaftsbild und den Gelegenheitsstrukturen, Diskursräumen und rechtlich-politischen Ordnungen von Gesellschaften. Ethnopluralismus, Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus, Autoritarismus, Antiindividualismus und Anti-genderismus sind dabei Hauptbestandteile rechten Denkens. Charakeristisch für diese Ideologie ist die Konstruktion einer völkischen „Wir-Gruppe“ und die daraus resultierende Ausgrenzung und Abwertung spezifischer Fremdgruppen und Lebensweisen: Migrant_innen, Sinti und Roma, Juden und andere, die zu „Fremden“ gemacht werden (Arbeitslose, Wohnungslose, LGBT etc.).

Nicht nur an den repräsentativen Einstellungsforschungen wird deutlich, dass es sich beim Rechtsextremismus nicht um ein marginales Phänomen an den Rändern handelt, sondern rechte Einstellungen auch in der Mitte der Gesellschaft Zustimmung finden und von ihr ermöglicht werden.

Einblicke in rechtes Denken und Handeln

Die Vorlesungsreihe möchte interdisziplinäre Einblicke in rechtes Denken und Handeln geben, sowohl begrifflich-theoretisch als auch anhand empirischer Forschungen in unterschiedlichen Ländern und sozialen Gruppen, sowie Erklärungen und Möglichkeiten des bildungspolitischen und pädagogischen Umgangs aufzeigen.

The lecture series explores the thought and action of contemporary far right movements, parties and actors from an interdisciplinary perspective. The invited speakers will discuss theoretical and empirical research on different countries and social groups and will offer explanations as well as reflections on the possibilities of educational work against right-wing extremism.

 

Eine Kooperation von Freirad, das Freie Radio in Innsbruck und der Grünen Bildungswerkstatt Tirol und dem Institut für Soziologie/Universität Innsbruck.


Alle Sendungen zum Nachhören: https://cba.fro.at/series/die-dynamik-der-gegenwaertigen-rechten

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