VON UNTEN

Proteste gegen Grazer Akademikerball | Festung Europa in Bosnien | Die raue Wirklichkeit des Asylwesens in Ö-Teil 4

Sendetermin 23.01.2019 17:00 bis 17:30
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Nachrichten/Info

# Aktuelle Kurzmeldungen

# Proteste gegen Grazer Akademikerball
Bereits zum 67.Mal fand vergangenen Samstag der Akademikerball der deutsch-nationalen Burschenschaften im Grazer Congress statt. Wie auch jedes Jahr in Wien gilt der Ball in Graz als Gesellschaftsereignis und Vernetzungstreffen der rechten und rechtsextremen Szene. Und in diesem Jahr feiert auch ein Teil der österreichischen Bundesregierung mit – denn 40% der FPÖ-Abgeordneten gehören Burschenschaften an. VON UNTEN berichtet von den diesjährigen Protesten in Graz.

# Auswirkungen der Festung Europa in Bosnien
Die Festung Europa ist vier Stunden von Graz entfernt. Der Grenzort Velika Kladuša hat offiziell rund 45.000 Einwohner*innen. Die Stadt ist zwei Kilometer von der kroatischen Grenze entfernt. Seit ca. einem Jahr gibt es einen ständigen Zuzug von Menschen, die in der sicheren europäischen Union Zuflucht suchen. Die viel zitierte Balkanroute hat sich verschoben seit es über Serbien kein Durchkommen mehr gibt. Die ungarischen Grenzen sind schon lange dicht. Jetzt versuchen es viele über Bosnien. Über Bihać und über Velika Kladuša. "The Game" nennen es diejenigen, die wieder mal versuchen über die kroatisch-bosnische Grenze zu kommen. Wenige schaffen es, die meisten werden auf brutale Weise nach Bosnien zurückgeschoben. An die 800 Menschen sitzen in Velika Kladuša fest, genaue Zahlen fehlen. Offizielle Hilfsorganisationen sind kaum vor Ort. Seit ca. zwei Monaten gibt es ein Camp von der internationalen Organisation für Migration (IOM), wo die Geflüchteten so schlecht versorgt werden, dass sie lieber in der Stadt leerstehende Häuser beziehen. Unterstützt werden sie von freiwilligen Helfer*innen, die sich seit ca. einem Jahr als S.O.S. Kladuša organisieren. VON UNTEN berichtet von der Situation vor Ort.
Zusätzliche Infos und Möglichkeiten zur Unterstützung findet ihr hier sowie ein Link zu Violence Reports von No Name Kitchen.

# Die raue Wirklichkeit des Asylwesens in Ö - Teil 4
Im vierten Teil der Beitragsreihe über „Die raue Wirklichkeit des österreichischen Asylwesens“ mit Texten von Asyl in Not berichten Michael Genner und Kypra Atasoy-Özoğlu von Asyl in Not über einen gefolterten Iraker, dem die Behörde nicht glaubt, dass er gefoltert wurde. Der Bericht, auch mit einem historischen Hinweis von Michael Genner, lässt starken Zweifel an der Menschlichkeit im österreichischen Asylwesen aufkommen.
Asyl in Not ist eine NGO, die „für die Wahrung der Menschenrechte und für die Wiederherstellung des Rechts auf Asyl kämpft“. Weiter heißt es: „Wir verstehen uns als politische Bewegung: Wir verbinden konkrete rechtliche und soziale Hilfe im Einzelfall mit dem politischen Angriff auf ein ungerechtes System. Dabei stehen wir parteiisch auf der Seite der Flüchtlinge, deren Menschenrechte von Behörden dieses Landes immer wieder gebrochen werden.“ Soweit die Eigenaussage von Asyl in Not.
Am 5.12.2018 lud die NGO Spendenkonvoi Graz zu einer Lesung von Asylbescheiden. Zwei Vertreter*innen von Asyl in Not – die Rechtsberater*innen und Aktivist*innen Obmann Michael Genner und Geschäftsführerin Kypra Atasoy-Özoğlu – lasen über die raue Wirklichkeit des Asylwesens in Österreich und kommentierten diese rechtlich und ethisch. VON UNTEN gestaltet dazu eine mehrteilige Beitragsreihe.

# Veranstaltungshinweise

 

Information zur Sendereihe

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