Prozessbeobachtung im extremistischen Umfeld - Beobachten, Recherchieren und Berichten


Rechtsextremismus begegnet uns im Gerichtssaal auf verschiedene Weise. Von Verhandlungen gegen Antifaschist:innen, die sich nach Protesten für ihren Aktivismus rechtfertigen müssen, über Initiativen und Journalist:innen, die von rechtsextremen Akteur:innen wegen übler Nachrede geklagt werden, bis hin zu Straftaten von rechtsextremen Einzelpersonen oder Gruppierungen, die zum Beispiel nach dem Verbotsgesetz 1947 (VerbotsG) oder dem Verhetzungsparagrafen (§ 283 StGB) zu ahnden sind. Dabei zeigen sich wiederkehrende Herausforderungen für Justiz, Medien und Zivilgesellschaft im Umgang mit rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer (verbaler wie körperlicher) Gewalt.

Gemeinsam wollen wir erarbeiten, wie kritische Berichterstattung (nicht nur über Gerichtsprozesse) aussehen kann, welche Probleme es in der journalistischen Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus gibt, aber auch warum die Justiz nur bedingt als Mittel im Kampf gegen menschenverachtende Ideologien taugt. Der Workshop soll Lust auf eigene Prozessbeobachtungen machen und Hilfestellungen für den journalistischen und antifaschistischen Umgang mit Rechtsextremismus geben.

(in Abstimmung mit dem Workshop „Recherche, aber verschlüsselt“)

Zielgruppe: Interessierte aus dem nichtkommerziellen Rundfunk sowie alle, die sich mit Prozessbeobachtung auseinandersetzen wollen.

Teilnahmebedingungen: Keine Vorkenntnisse erforderlich. 

Corona-Regelungen: Es gilt die 3G-Regel und das Vorweisen eines gültigen PCR-Tests. Informationen zu PCR-Tests in Graz und zur Anmeldung in den Bundesländern.

Zeit: 23.09.2021, 12:00 - 18:00 Uhr

Ort: Spektral (Lendkai 45, 8020 Graz) und Online

Trainerin: Mahriah Zimmermann

Mahriah Zimmermann ist Aktivistin, Prozessbeobachterin und Vernetzungskünstlerin. Sie ist Mitbegründerin von prozess.report in Wien und berichtet regelmäßig aus Gerichtssälen in Österreich und darüber hinaus. Zuletzt veröffentlicht: "Rechtsextremismus vor Gericht" in: FIPU Band 4. Herausforderungen für den Journalismus.

Der Workshop wird in Kooperation mit COMMIT angeboten, unterstützt durch den VFRÖ.

Kosten: 33 EUR für Vereinsmitglieder / 66 EUR für Vereinsexterne. Besitzer:innen des "Hunger auf Kunst und Kultur-Pass" oder der "SozialCard" hinterlegen 20 EUR Kaution (nach besuchtem Workshop wird die Kaution refundiert).

Tagungspass für alle Workshops im Rahmen der Tagung: € 90 bzw € 160 für Menschen, die sich solidarisch mit Radio Helsinki zeigen wollen. Eine Anmeldung zu den Workshops ist aus organisatorischen Gründen auch für Tagungspass-Inhaber:innen notwendig.

Anmeldungen können wir erst nach Einzahlung der Teilnahmekosten oder Kaution bestätigen.

Stornoinfo: Bei Abmeldungen nach dem Anmeldeschluss verrechnen wir 50% der Workshopkosten. Bei Abmeldungen bis 48 Stunden vor dem Workshop und später verrechnen wir den vollen Betrag. Das Storno entfällt, wenn Du einen Ersatz für Deinen Workshopplatz findest oder Teilnehmer:innen aus der Warteliste nachrücken können.

Bankverbindung

  • Zahlungsreferenz: "Prozessbeobachtung"
  • BAWAG
  • BIC: BAWAATWW
  • IBAN: AT72 1400 0860 1061 8802

Kinderbetreuung:

Falls Kinderbetreuung benötigt wird, bitten wir dies bis Freitag, 17. September 2021 bekanntzugeben.

Anmeldung und Kontakt

  • Email: ausbildung@helsinki.at
  • Telefon werktags (10:00 bis 13:00 Uhr): +43 316 830 880
  • Mobil werktags (10:00 bis 15:00 Uhr): +43 676 3977616

Anmeldeformular

Datenspeicherung bei Anmeldung zu Veranstaltungen und Kursen

Du kannst Dich Online, per Email oder telefonisch anmelden: Bitte beachte, dass Deine Anmeldung verbindlich ist und beachte die jeweiligen Teilnahmebedingungen der Ausbildungsangebote.

Wir weisen darauf hin, dass wir bei Anmeldungen zu Veranstaltungen Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mailadresse, Unternehmen und Anwesenheitsdaten erfassen und speichern. Diese Daten sind zur Vertragserfüllung bzw. zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich. Eine Datenübermittlung an Dritte erfolgt nicht, mit Ausnahme der Übermittlung der Verrechnungsdaten an unseren Steuerberater bei kostenpflichtigen Kursangeboten zur Erfüllung unserer steuerrechtlichen Verpflichtungen sowie der Übermittlung der Teilnehmerlisten bei geförderten Kursangeboten an den Fördergeber. Im Falle eines Vertragsabschlusses werden sämtliche Daten aus dem Vertragsverhältnis bis zum Ablauf der steuerrechtlichen Aufbewahrungsfrist (7 Jahre) gespeichert. Die Datenverarbeitung erfolgt auf Basis des Art 6 Abs 1 lit b (notwendig zur Vertragserfüllung) der DSGVO.


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Grafik: angryfruitsalad.org © Radio Helsinki

Dieser Workshop findet im Rahmen der Tagung Salonfähig und normal? Rechte und autoritäre Verschiebungen als Herausforderung für Journalismus und Medienfreiheit statt.

#HelsinkiTagung2021 #salonfähigundnormal

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