Elevate 2021: Momentum

Ein Radio Helsinki-Sendeschwerpunkt vom 4. bis 8. August.

Elevate-Festival 2021: Momentum

Graz, 4.-8. August 2021

Bewegte Zeiten!

Ein Festival wie Elevate lebt von der Zuspitzung auf einige wenige Tage im Jahr. Ein Momentum soll entstehen: Das „Festival-Momentum“. Es soll ja etwas bewegt werden – nicht nur in den Köpfen sondern auch physisch. Fünf Tage Programm mit viel Musik, Kunst und politischem Diskurs zum Festival Thema Momentum starten am 4. August. Diese und viele weitere Fragestellungen werden im Diskursprogramm des Elevate Festivals 2021 thematisiert. Mehr auf Elevate-Festival.

Radio Helsinki wird ausgewählte Veranstaltungen des Diskursprogramms live übertragen und sich in verschiedenen Sendungen mit dem Festival auseinandersetzen.

 


Programmübersicht

28. Juli 2021:
Von Unten: Diskurs Daniel Erlacher im Interview

04. Aug 2021:
Elevate Eröffnung

05. Aug 2021:
Ariadne von Schirach spricht zum Festivalthema „Momentum“

05. Aug 2021:
Pandemie Psychoanalyse

05. Aug 2021:
Entwerfen, Entfernen, Entleeren (Entarten, Entfallen, Entern)

06. Aug 2021:
Soziale Bewegungen, autoritäre Versuchungen?

07. Aug 2021:
Momentum in the Matrix

07. Aug 2021:
Storytelling Momentum

07. Aug 2021:
The new Frontiers of Investigative Journalism

08. Aug 2021:
Klimakrise Momentum






Programm wird laufend ergänzt!

© Lupi Spuma

Grafik: angryfruitsalad.org
Grafik: angryfruitsalad.org © Radio Helsinki

Salonfähig und normal?

Rechte und autoritäre Verschiebungen als Herausforderung für Journalismus und Medienfreiheit.

Eine Radio Helsinki-Tagung mit Podiumsdiskussionen und Workshops

Graz, 22.-26. September 2021

„Wir sind beunruhigt über den Mangel an Wachsamkeit und Nachdenklichkeit.“ aus dem Aufruf zur Wachsamkeit: Initiative französischer Intellektueller gegen die Legitimierung der extremen Rechten, 1993

„Rechtsaußen verkauft sich besser als Sex.“ (Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (FIPU), 2021, 9)

Die Demokratiekrise bzw die Legitimationskrise der politischen Institutionen, die in Europa in mehreren Ländern zu autoritär geprägten Regierungen geführt hat, hat rechte und rechtsextreme Positionen vielerorts normalisiert. Medien haben immer wieder zu dieser Normalisierung beigetragen, indem sie sich unkritisch mit rechtsextremen Politiker:innen auseinandergesetzt haben. Auch Berichterstattung in kritischer Absicht hat oft ihr Ziel verfehlt und zur Normalisierung von nicht-menschenrechtsorientierten Politiken geführt. Mit der Covid-19-Pandemie hat sich der öffentliche Diskurs nochmal radikalisiert.

Rechtsextreme Akteur:innen werden von verschiedenen gesellschaftlichen Feldern analysiert: Journalismus, Verfassungsschutz, Wissenschaft und zivilgesellschaftliche Akteur:innen. Diese Felder funktionieren jeweils auf spezifische Weisen. Zivilgesellschaftliche Akteur:innen liefern oft wichtige Recherchen für andere Felder, werden jedoch oft nicht als Expert:innen anerkannt.

Mit der Konferenz sollen Akteur:innen aus den Feldern des professionellen Journalismus, aus dem citizen journalism und aus der Wissenschaft zusammengebracht werden. Die jeweiligen Zugänge dieser Felder sollen auf ihre Kompatibilität mit jeweils anderen Feldern befragt werden.

Zusätzlich soll mit einem Workshop-Programm vorrangig Interessierten aus dem Feld des citizen journalism (wie er für Freie Medien bzw Community-Medien typisch ist) ein Handwerkszeug geliefert werden, mit dem sie ihren Content qualitativ verbessern bzw dessen Verbreitung optimieren können.

Bei einer abschließenden Podiumsdiskussion soll ein multidimensionaler Blick auf die österreichische und mitteleuropäische Medienpolitik geworfen werden und dessen zukünftige Potentiale, aber auch Gefahren, zum Thema gemacht werden. Mit Akteur:innen aus der Wissenschaft, aus dem Bereich der Community-Medien, der alternativen Medien und aus der Politik.


Die Podiumsdiskussionen:



Wie über Rechte berichten?

Recherchen des Citizen Journalisms und ihr Weg in die Medienöffentlichkeit.

24.9.2021, 19:00-21:30 Uhr
Radio Helsinki

Mehr Infos

„Koste es, was es wolle…“

Europäische Medienpolitik im Spannungsfeld von Message Control und Informationsfreiheit

25.9.2021, 19:00-21:30 Uhr
Radio Helsinki

Mehr Infos

Die Workshops:


Tagungspass
für alle Workshops im Rahmen der Tagung | more infos to come


Investigative Recherche

mit Florian Skrabal | Mittwoch, 22.9.2021, 10-18 Uhr

© Walther Moser

© Walther Moser

Misogynie und Narrenfreiheit

more infos to come

Demonstration gegen Femizide, 9.4.2021 Graz © Doku Service Steiermark

© Doku Service Steiermark

Prozessbeobachtung im extremistischen Umfeld

– beobachten, recherchieren und berichten. Mit Mahriah Zimmermann | Donnerstag, 23.9.2021, 12-18 Uhr

Demonstration gegen Femizide, 9.4.2021 Graz © Doku Service Steiermark

Recherche, aber verschlüsselt 

Datensicherheit beim journalistischen Arbeiten. Mit Hans Christian Voigt | Freitag, 24.9.2021, 14-18 Uhr, und Samstag, 25.9.2021, 10-14 Uhr

© Walther Moser

© Walther Moser

Klassismus und Medien

mit Brigitte Theißl | Samstag, 25.9.2021, 10-17 Uhr

© Walther Moser

© Walther Moser

Mobile Reporting. Das Smartphone als Radiostudio

mit Sarah Emler | Sonntag, 26.9.2021, 10-18 Uhr

© Walther Moser

© Walther Moser

Organisationsteam: Manfred Kinzer, Daniela Oberndorfer und Lale Rodgarkia-Dara

Diese Tagung entsteht mit finanzieller Unterstützung und in Kooperation mit Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung, COMMIT, Steirische Gesellschaft für Kulturpolitik, Verband Freier Rundfunk Österreich, Die Wiener Volkshochschulen, Land Steiermark Abteilung 9 Kultur, Europa, Sport und FH JOANNEUM.

Medienpartner: Orange 94.0 (Wien),  FREIRAD Freies Radio Innsbruck, Campus & City Radio 94.4 (St. Pölten) und Radiofabrik (Salzburg).



Projektlaufzeit

01.04.2021 – 31.10.2021

Kontakt:

Organisationsteam

tagung@helsinki.at

Kontakt aufnehmen

Das VON UNTEN-Sommerprogramm

Die VON UNTEN-Redaktion macht von 2. August bis 2. September eine Sommerpause. Zu den gewohnten Sendezeiten hört ihr eine Auswahl an Sendungen und Beiträgen aus dem Jahr 2021.

VON UNTEN im Gespräch:
Montag, 17 Uhr
Wiederholungen: Dienstag 7.30 Uhr und 12 Uhr

Ein Best of der Sendungen aus dem Jahr 2021.

VON UNTEN – das Nachrichtenmagazin auf Radio Helsinki:
Mittwoch, 17 Uhr
Wiederholungen: Donnerstag 7.30 Uhr und 12 Uhr

Ausgewählte Beiträge, die wir 2021 gestaltet haben.

#Stimmlagen – das Infomagazin der Freien Radios in Österreich:
Donnerstag, 17 Uhr
Wiederholungen: Freitag 7.30 Uhr und 12 Uhr

Alle Beiträge der VON UNTEN-Redaktion aus dem Jahr 2021 sowie die Beiträge aller produzierenden Redaktionen zum Schwerpunkt „Tag der Freien Medien“ im Juni 2021.

Das Format Podcasts! (Dienstag 17 Uhr, Wiederholungen Mittwoch 7.30 Uhr und 12 Uhr), mit einer VON UNTEN-Auswahl von Podcasts unserer Kolleg:innen beim Bündnis Alternativer Medien sowie anderer Podcaster:innen, entfällt von 3. bis 25. August. Ab 31. August gibt es wieder neue Ausgaben.


Ab 6. September gibt es wieder neues Programm aus der VON UNTEN-Redaktion.

Wir wünschen euch einen schönen Sommer.

 


Grafik: angryfruitsalad.org
Grafik: angryfruitsalad.org © Radio Helsinki

Wie über Rechte berichten?

Wie Recherchen des Citizen Journalisms ihren Weg in die Medienöffentlichkeit finden. || 24.9.2021, 19:00-21:30 Uhr, Radio Helsinki

Podiumsdiskussion: Wie über Rechte berichten? Wie Recherchen des Citizen Journalisms ihren Weg in die Medienöffentlichkeit finden.


Freitag, 24.9.2021, 19:00-21:30 Uhr, Radio Helsinki Funkhaus-Foyer

mit Judith Goetz (FIPU), Nina Horaczek (Falter), Dirk Müllner (Doku Service Steiermark), Karl Öllinger (Stoppt die Rechten), Markus Sulzbacher (Der Standard), Gerald Winter-Pölsler (Kleine Zeitung

Moderation: Mahriah Zimmermann (prozess.report)

Kritische Medien sind essentiell, wenn es darum geht, der „Normalisierung“ rechtsextremer Positionen in der politischen Debatte zu widerstehen und antifaschistische Positionen in der Gesellschaft zu stärken. Neben den klassischen Medien existieren eine Vielzahl von zivilgesellschaftlichen Initiativen, die sich der Recherche von rechtsextremen Aktivitäten und Zusammenhängen widmen.

Die Zusammenarbeit mit Journalist:innen ist manchmal widersprüchlich: Die oft sehr detaillierten und qualitativ hochwertigen Recherchen werden von Journalist:innen gerne benutzt, eine korrekte Benennung der Quellen aus der Zivilgesellschaft bleibt jedoch aus verschiedenen Gründen immer wieder aus. Welche Bedeutung spielen Medien (neben Behörden, Verfassungsschutz, Zivilgesellschaft und Wissenschaft) in Bezug auf Recherchen zur extremen Rechten?

In einem Impuls-Interview mit Dirk Müllner wird diesem ambivalenten Umgang mit zivilgesellschaftlichen Recherchen nachgegangen. In der darauffolgenden Diskussion werden unterschiedliche journalistische Praxen beim Reden und Schreiben über Rechte erläutert und die Vernetzung österreichischer Medien in internationalen Recherche-Netzwerken offengelegt.

Die Diskussion wird live auf Radio Helsinki sowie auf FREIRAD (Innsbruck) übertragen.


Judith Goetz
ist eine österreichische Literatur- und Politikwissenschaftlerin, Gender-Forscherin, politische Bildnerin und Rechtsextremismusexpertin. Zuletzt Mitherausgeberin von „Rechtsextremismus Band 4: Herausforderung für den Journalismus“, Mandelbaum Verlag, 2021.

Nina Horaczek


ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet seit dem Jahr 2000 bei der Wiener Wochenzeitung Falter, aktuell als Chefreporterin. Horaczek widmet sich intensiv den Themen Rechtsextremismus und soziale Gerechtigkeit und ist Mitbegründerin des Europe’s Far Right Research Network. Zuletzt veröffentlichte sie gemeinsam mit Walter Ötsch „Wir wollen unsere Zukunft zurück! Streitschrift für mehr Phantasie in der Politk“ (Westend Verlag)

Dirk Müllner

ist Teil des Doku-Service-Steiermark, eines Netzwerks freier Fotojournalist*innen und Medienaktivist*innen mit Schwerpunkt auf Protesten und außerparlamentarischer Politiken. Gemeinsam mit der Antifaschistischen Recherche Graz publizierte er den Beitrag „Gretchenfrage Antifa. Zum ambivalenten Umgang von Journalist*innen mit Antifa-Recherchen“ in: „Rechtsextremismus Band 4: Herausforderung für den Journalismus“, Mandelbaum Verlag, 2021.

Karl Öllinger

war mehr als 20 Jahre Nationalratsabgeordneter für Die Grünen, hat die Website www.stopptdierechten.at mitbegründet und ist derzeit als Arbeiterkammerrat in Wien tätig.

Markus Sulzbacher

arbeitet seit 1997 für die Tageszeitung DER STANDARD, er schreibt u.a. Recherchen und Analysen über Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus, Islamismus und Hass im Netz für den STANDARD-Watchblog. Zuletzt Mitherausgeber von „Rechtsextremismus Band 4: Herausforderung für den Journalismus“, Mandelbaum Verlag, 2021 und Beitrag in dem Buch „Fehlender Mindestabstand: Die Coronakrise und die Netzwerke der Demokratiefeinde“ Herder Verlag, 2021.

Gerald Winter-Pölsler

ist stellvertretender Ressortleiter bei der Kleinen Zeitung in Graz.

Mahriah Zimmermann

ist Aktivistin, Prozessbeobachterin und Vernetzungskünstlerin. Sie ist Mitbegründerin von prozess.report in Wien und berichtet regelmäßig aus Gerichtssälen in Österreich und darüber hinaus. Zuletzt veröffentlicht: „Rechtsextremismus vor Gericht“ in: „Rechtsextremismus Band 4: Herausforderung für den Journalismus“, Mandelbaum Verlag, 2021.

Mikrofon

„Koste es, was es wolle…“

Europäische Medienpolitik im Spannungsfeld von Message Control und Informationsfreiheit || 25.9.2021, 19:00-21:30 Uhr, Radio Helsinki

Podiumsdiskussion: „Koste es, was es wolle…“ Europäische Medienpolitik im Spannungsfeld von Message Control und Informationsfreiheit


Samstag, 25.9.2021, 19:00-21:30 Uhr, Radio Helsinki Funkhaus-Foyer

mit Eva Blimlinger (Die Grünen), Ivan Koruza (Radio Študent Ljubljana, RTV), Amar Rajkovic (biber), Natascha Strobl (#natsanalysen, angefragt), Lea Susemichel (an.schläge), Julia Váradi (Klubradio Budapest, angefragt), Ulli Weish (Orange 94.0)

Moderation: Sarah Emler (ORF, Orange 94.0)

Der „Vierten Gewalt“ im Staat ging es schon mal besser: Leser:innen, Hörer:innen und Zuseher:innen wandern in Social Media ab und überlassen deren Algorithmen die Auswahl ihres Medienkonsums. Die Medien als ursprüngliche Gatekeeper:innen laufen nunmehr ungefilterten Nachrichten in Echtzeit hinterher, während Anzeigenvolumina zu News-Plattformen abwandern.

Berlusconi, Trump und in jüngster Zeit Orbán, Janša und Kurz sind prägnante Beispiele für den instrumentalisierten Umgang mit Medien. Message Control und Gefügigmachung durch Inseratenpolitik der ausgehungerten Medien auf der einen Seite, stehen aktive Änderungen medienkonstituierender Rahmenbedingungen gegenüber.

Wie eine fortschrittliche Medienpolitik für die „redaktionelle Gesellschaft“ aussehen kann, behandelt Ulli Weish in einem Impuls-Interview. Im darauffolgenden Panel werden Analysen von autoritären Verschiebungen der öffentlichen Meinungsbildung in Slowenien, Ungarn und Österreich mit Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft und Medien der Gegenöffentlichkeit diskutiert.

Die Diskussion wird live auf Radio Helsinki sowie auf FREIRAD (Innsbruck) übertragen.


Eva Blimlinger

ist Historikerin und derzeit Nationalratsabgeordnete für die Grünen. Von 2007 bis März 2018 war Eva Blimlinger ein von den Grünen nominiertes Mitglied des ORF-Publikumsrats. Von 2011 bis September 2019 war sie Rektorin der Akademie der bildenden Künste in Wien. Von Jänner 2018 bis Juni 2019 war sie Präsidentin der Österreichischen Rektorenkonferenz.

Ivan Koruza
ist Journalist und Kommunikationsexperte. Ivan begann seine Karriere als Journalist bei Radio Študent in Ljubljana, einem der ältesten unabhängigen Radiosender Europas, wo er noch immer tätig ist. Er arbeitet für den slowenischen Nationalsender RTV Slovenija als Journalist und Online-Moderator. Neben seiner journalistischen Tätigkeit ist er als Public-Speaking Experte bei der slowenischen Debattierorganisation, Za in Proti, Zavod za kulturo dialoga, beschäftigt.

Amar Rajković

ist stellvertretender Chefredakteur des Magazins biber, welches neben der Printausgabe über ein umfassendes Ausbildungsprogramm für junge angehende Journalist:innen verfügt und proaktiv auf Social-Media Content für neue und alte Österreicher:innen produziert.

Natascha Strobl

(#natsanalysen, angefragt)

Kurzbio kommt in Kürze.

Lea Susemichel

geboren und aufgewachsen in Deutschland, studierte Philosophie und Gender Studies in Wien mit Schwerpunkt feministische Sprachphilosophie. Als Journalistin, Lehrbeauftragte und Vortragende arbeitet sie zu den Themen feministische Theorie & Bewegung und feministische Medienarbeit. Seit 2006 ist sie Leitende Redakteurin des feministischen Magazins an.schläge.

Julia Váradi

(Klubradio Budapest, angefragt)

Kurzbio kommt in Kürze.

Ulli Weish

ist Geschäftsführerin von Orange 94.0, Freies Radio Wien, und als Vortragende und Lehrbeauftragte an der Universität Wien/Publizistik tätig.

Sarah Emler

ist als Journalistin u.a. Teil des ORF-ZIB-Redaktion (Außenpolitik-Schwerpunkt (Nordamerika)) und seit 2016 für Orange 94.0 als Trainerin tätig. Sie hat Film und Medien studiert, war/ist u.a. für Reuters News Agency und derstandard.at tätig.

Radio Helsinki fördern!

Unterstütze unsere Unabhängigkeit und profitiere von unseren Mitglieder-Angeboten

In unseren Workshops erarbeiten wir uns eine kritische Medienkompetenz. Bei Radio Helsinki ist es egal, wie alt Du ist, woher Du kommst, welches Geschlecht Du hast und wen Du liebst.

Unser Funkhaus ist ein Ort der Vernetzung und der Kommunikation für viele verschiedene Communities in Graz und darüber hinaus.

Wir finanzieren uns über Mitgliedsbeiträge, Spenden und Förderungen der öffentlichen Hand. Viele Förderungen müssen wir Jahr für Jahr neu verhandeln. Durch Deinen Mitgliedsbeitrag stärkst Du unsere Unabhängigkeit gegenüber politischen Entscheidungsträger:innen.


haus.kultur - Housewarming Concert, 20.09.2020; ©NICOLAS PLEASURE GALANI

© Walther Moser

Radio Helsinki sendet rund um die Uhr ein werbefreies, unabhängiges und abwechslungsreiches Programm auf der Frequenz 92.6 MHz im Großraum Graz und per Livestream weltweit im Internet.

Unsere Sendungsmacher:innen genießen eine große Autonomie in der Programmgestaltung. Weder staatliche noch kommerzielle Interessen beeinflussen unser Programm.


Claudia beim Basisworkshop mit Maske

© Walther Moser

haus.kultur - Housewarming Concert, 20.09.2020; ©NICOLAS PLEASURE GALANI

© haus.kultur – © Nicolas P. Galani

Regionale Künstler:innen und Musiker:innen kommen bei uns (ausgiebig) zu Wort, auch wenn sie (noch) nicht im Blickfeld öffentlich-rechtlicher und kommerzieller Radiostationen stehen. Wir haben großes Interesse an Initiativen der Zivilgesellschaft, auch wenn keine großen Organisationen dahinter stehen.

Mit unserem Nachrichtenmagazin VON UNTEN werfen wir einen kritischen Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse. Wir senden derzeit in elf verschiedenen Sprachen und es dürfen gerne noch mehr werden. 

Deine Vorteile als förderndes Mitglied

Als Mitglied bekommst du regelmäßig unsere Programmfalter und Flyer ohne weitere Kosten zugesandt. Du kannst du vergünstigten Konditionen an unseren Workshops teilnehmen und bekommst unsere Merchandising-Artikel zum vergünstigten Mitgliederpreis.

Bei Festen und Konzerten, die wir veranstalten, zahlst du nur den ermäßigten Eintritt für Mitglieder. Und Du kannst Dir sicher sein, ein Projekt zu unterstützen, dass sich an den Menschenrechten orientiert und jenen eine Stimme gibt, die in den großen Medien nicht oder kaum vorkommen.

Die Konditionen:

Der Mitgliedsbeitrag pro Kalenderjahr beträgt € 60 für natürliche Personen und € 120 für Organisationen. Wenn Du Dir den regulären Mitgliedsbeitrag nicht leisten kannst, dann kannst Du mit € 40 einen ermäßigten Preis zahlen.

Hier kannst Du Dir die Beitrittserklärung (PDF) herunterladen. Sende uns die ausgefüllte Beitrittserklärung per E-Mail an office@helsinki.at oder per Post an

Radio Helsinki
Schönaugasse 8
A-8010 Graz

Unsere Kontodaten:

Radio Helsinki
Bank: BAWAG
IBAN: AT72 1400 0860 1061 8802
BIC: BAWAATWW

Wenn Du Deine Mitgliedschaft beenden magst, so reicht ein E-Mail oder ein formloses Schreiben. Wir zwingen niemand zu seinem Glück 🙂


Grafik: angryfruitsalad.org

Programmübersicht

Mitglieder von Radio Helsinki kriegen den Programmfalter regelmäßig nach Hause geschickt. Ihr findet ihn bei uns im Funkhaus in der Schönaugasse 8 (eine Minute vom Jakominiplatz) und vielerorts in Graz.

Unser Programm ist sehr vielfältig. Mit der Programmübersicht verlierst du nie den Überblick. Hier findest du die Programmübersicht als PDF (Stand 31. Mai 2021, PDF, 277 KB).

Logo des Nachrichtenmagazin's Von Unten

VON UNTEN – Das Nachrichtenmagazin auf Radio Helsinki

 

VON UNTEN ist das kritische, unabhängige Nachrichtenmagazin auf Radio Helsinki 92.6 mit Schwerpunkt auf regionalen Themen.

MITMACHEN!

Die VON UNTEN Redaktion trifft sich donnerstags um 18 Uhr zur Redaktionssitzung.

 

Komm im Funkhaus in der Schönaugasse 8 vorbei und bring Deine Ideen mit!

Mit VON UNTEN wollen wir vor allem widerständigen und unterrepräsentierten Stimmen Gehör verschaffen und eine Alternative zu etablierten Nachrichtensendungen anbieten.

 

Inhaltlich liegt der VON UNTEN Schwerpunkt auf politischen Themen, kulturelle Themen haben ebenfalls Platz.

SENDETERMINE:

VON UNTEN im Gespräch
Montag, 17:00-18:00 Uhr
Dienstag, 7:30-8:30 Uhr (Wh.) und 12:05-13:00 Uhr (Wh.)

 

VON UNTEN – Das Nachrichtenmagazin auf Radio Helsinki
Mittwoch, 17:00-17:30 Uhr
Wiederholungen am Donnerstag, 7:30-8:00 Uhr und 12:05-12:35 Uhr

 

Stimmlagen – Infomagazin der Freien Radios in Österreich
Donnerstag, 17:00-17:30 Uhr
Freitag, 7:30-8:00 Uhr (Wh.) und 12:05-12:35 Uhr (Wh.)

Stimmlagen wird abwechselnd von der VON UNTEN-Redaktion, der FROzine-Redaktion (Linz), der ANDI-Redaktion (Wien) und der Unerhört-Redaktion (Salzburg) produziert.

 

 

Wir sind mit Euch auf der Straße!

PODCAST:

Du willst ein Praktikum bei VON UNTEN machen?

Radioerinnerungen

„Radioerinnerungen“ macht ein kollektives Radiogedächtnis hörbar.

Projektinformation

Projekttitel: Radioerinnerungen

Projektzeitraum: 1.2.-31.12.2021

Die Sendereihe Radioerinnerungen: dienstags, 19-20 Uhr, ab 27. April 2021
Das Sendungsarchiv: Die Sendungen online nachhören.

Projektbeteiligte: Gea Gračner, Martin Dopler, Vilja Neuwirth, Wolfram Märzendorfer, Barbara Belic, Saifullahi Abdurrazak, Diego Rivas, Valerie Quade, Bettina Landl, Claudia Holzer, Joseph Emeka Nwachukwu, Lale Rodgarkia-Dara, Lena Prehal, Margarethe Maierhofer-Lischka, Okezie Agba-Okeke, Anita Inzinger, Gerhard Buchinger uvm.

„Radioerinnerungen“ sammelt Geschichte(n) rund um Radio Helsinki, Statements zur Gründung und Erzählungen zur Entwicklung, zu verschiedenen Aspekten des Freien Grazer Radios, dessen Selbstverständnis und Selbstverständigung. Es macht ein kollektives Radiogedächtnis hörbar, setzt sich mit dessen Bedeutung(en) für die Entwicklung und das Leben einer aufgeklärten Gesellschaft auseinander und fragt: Was war und ist Radio Helsinki „wirklich“? Wie hat es sich seit seiner Gründung verändert? Wer waren seine Akteur*innen, wer seine Zuhörer:innen und was das Verbindende? Welche Geschichten sind noch immer aktuell und was darf nicht vergessen werden?

Was hat uns beeindruckt und nachhaltig geprägt? Gedächtnis ist ein dynamisches Konzept, variabel und als Ganzes schwer fassbar. Es lebt und gedeiht zwischen den Betrachter:innen, den Hörer:innen und jenen, die das Gedächtnis perpetuieren, erzählen und immer wieder schreiben. Das Gedächtnis eines Freien Radios ist per se einer kollektiven Transformation unterworfen. Dessen Medium – der Äther – kreiert jene Entität des Unfassbaren, invisibel, auditiv, fluid und disloziert, die nun „hörbar“ wird in Form von Beziehungen, die sich formieren und Selbstvergewisserung produzieren, als zeitbasiertes Medium, als Gemeinschaft, als Ort der Begegnung diverser Interessensgruppen und als Narrativ, als – ja auch nach 20 Jahren Radio Helsinki – historisches Erbe.

Jenes Wir-Gefühl, das bei Hörer:innen und Sendungsmachenden zugleich besteht, durch die Rezeption eindringt, findet sich in Aktionen der Erinnerung wieder. Wir fragen uns: Was war und ist das Radio Helsinki „wirklich“? Welche Bedeutung(en) hat es für die Entwicklung und das Leben einer aufgeklärten Gesellschaft?

Im Spannungsfeld des Mediums, seiner inhaltlichen Komponenten und in der Auseinandersetzung mit den sozialen Beziehungen selbst wird ein Radioerinnerungsgenerator (REG) entwickelt, der die Geschichte(n) des Radios in den Blick rückt. Im Sinne eines Erinnerns, das sich immer anders und für jede Person subjektiv zusammensetzt, wird das „Hörbuch“ als generatives Medium gedacht, das nie gleich ist oder zu Ende erzählt.


Foto: Manfred Kinzer
Foto: Manfred Kinzer

In Memoriam Walter Lang

Wir trauern um unseren Kollegen Walter Lang.

Unser langjähriger Sendungsmacher Walter Lang ist am 30.6.2021 verstorben.

Seine ruhige freundliche, besonnene – niemals anbiedernde – und ewig kritische Haltung hat seine Sendung und sein Leben geprägt.

14 Jahre lang moderierte Walter die legendäre Sendung Werkskantine, jeden Samstag, von 8 bis 10 Uhr, live auf Radio Helsinki! Darin nahm er kritisch Stellung zum tagespolitischen Geschehen, vergab jedes Mal die Brennnessel für die dümmsten Aussagen von Politiker:innen, las Lieblingstexte und spielte handverlesene Musik.

Für Walter war das Radio Helsinki Studio Kreativ- und Entfaltungsraum, er liebte die Zeit alleine jeden Samstag Morgen ohne Ablenkung.

Unser Mitgefühl gilt der Familie und Freund:innen.

Walter, du wirst fehlen!


Im Winter 2020/21 haben wir eine Postkarten- Edition für unsere Sendungsmacher:innen veröffentlicht. Walter Lang hat sein Sujet selbst gezeichnet.

Bis September 2021 spielt Radio Helsinki jeden Samstag von 8-10 Uhr ausgewählte Ausgaben der Werkskantine.


Grafik: Walter Lang

Grafik: Walter Lang