Elevate 2021: Momentum

Ein Radio Helsinki-Sendeschwerpunkt vom 4. bis 8. August.

Elevate-Festival 2021: Momentum

Graz, 4.-8. August 2021

Bewegte Zeiten!

Ein Festival wie Elevate lebt von der Zuspitzung auf einige wenige Tage im Jahr. Ein Momentum soll entstehen: Das „Festival-Momentum“. Es soll ja etwas bewegt werden – nicht nur in den Köpfen sondern auch physisch. Fünf Tage Programm mit viel Musik, Kunst und politischem Diskurs zum Festival Thema Momentum starten am 4. August. Diese und viele weitere Fragestellungen werden im Diskursprogramm des Elevate Festivals 2021 thematisiert. Mehr auf Elevate-Festival.

Radio Helsinki wird ausgewählte Veranstaltungen des Diskursprogramms live übertragen und sich in verschiedenen Sendungen mit dem Festival auseinandersetzen.

 


Programmübersicht

28. Juli 2021:
Von Unten: Diskurs Daniel Erlacher im Interview

04. Aug 2021:
Elevate Eröffnung

05. Aug 2021:
Ariadne von Schirach spricht zum Festivalthema „Momentum“

05. Aug 2021:
Pandemie Psychoanalyse

05. Aug 2021:
Entwerfen, Entfernen, Entleeren (Entarten, Entfallen, Entern)

06. Aug 2021:
Soziale Bewegungen, autoritäre Versuchungen?

07. Aug 2021:
Momentum in the Matrix

07. Aug 2021:
Storytelling Momentum

07. Aug 2021:
The new Frontiers of Investigative Journalism

08. Aug 2021:
Klimakrise Momentum






Programm wird laufend ergänzt!

© Lupi Spuma

Grafik: angryfruitsalad.org
Grafik: angryfruitsalad.org © Radio Helsinki

Salonfähig und normal?

Rechte und autoritäre Verschiebungen als Herausforderung für Journalismus und Medienfreiheit.

Eine Radio Helsinki-Tagung mit Podiumsdiskussionen und Workshops

Graz, 22.-26. September 2021

„Wir sind beunruhigt über den Mangel an Wachsamkeit und Nachdenklichkeit.“ aus dem Aufruf zur Wachsamkeit: Initiative französischer Intellektueller gegen die Legitimierung der extremen Rechten, 1993

„Rechtsaußen verkauft sich besser als Sex.“ (Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (FIPU), 2021, 9)

Die Demokratiekrise bzw die Legitimationskrise der politischen Institutionen, die in Europa in mehreren Ländern zu autoritär geprägten Regierungen geführt hat, hat rechte und rechtsextreme Positionen vielerorts normalisiert. Medien haben immer wieder zu dieser Normalisierung beigetragen, indem sie sich unkritisch mit rechtsextremen Politiker:innen auseinandergesetzt haben. Auch Berichterstattung in kritischer Absicht hat oft ihr Ziel verfehlt und zur Normalisierung von nicht-menschenrechtsorientierten Politiken geführt. Mit der Covid-19-Pandemie hat sich der öffentliche Diskurs nochmal radikalisiert.

Rechtsextreme Akteur:innen werden von verschiedenen gesellschaftlichen Feldern analysiert: Journalismus, Verfassungsschutz, Wissenschaft und zivilgesellschaftliche Akteur:innen. Diese Felder funktionieren jeweils auf spezifische Weisen. Zivilgesellschaftliche Akteur:innen liefern oft wichtige Recherchen für andere Felder, werden jedoch oft nicht als Expert:innen anerkannt.

Mit der Konferenz sollen Akteur:innen aus den Feldern des professionellen Journalismus, aus dem citizen journalism und aus der Wissenschaft zusammengebracht werden. Die jeweiligen Zugänge dieser Felder sollen auf ihre Kompatibilität mit jeweils anderen Feldern befragt werden.

Zusätzlich soll mit einem Workshop-Programm vorrangig Interessierten aus dem Feld des citizen journalism (wie er für Freie Medien bzw Community-Medien typisch ist) ein Handwerkszeug geliefert werden, mit dem sie ihren Content qualitativ verbessern bzw dessen Verbreitung optimieren können.

Bei einer abschließenden Podiumsdiskussion soll ein multidimensionaler Blick auf die österreichische und mitteleuropäische Medienpolitik geworfen werden und dessen zukünftige Potentiale, aber auch Gefahren, zum Thema gemacht werden. Mit Akteur:innen aus der Wissenschaft, aus dem Bereich der Community-Medien, der alternativen Medien und aus der Politik.


Die Podiumsdiskussionen:



Wie über Rechte berichten?

Recherchen des Citizen Journalisms und ihr Weg in die Medienöffentlichkeit.

24.9.2021, 19:00-21:30 Uhr
Radio Helsinki

Mehr Infos

„Koste es, was es wolle…“

Europäische Medienpolitik im Spannungsfeld von Message Control und Informationsfreiheit

25.9.2021, 19:00-21:30 Uhr
Radio Helsinki

Mehr Infos

Die Workshops:


Tagungspass
für alle Workshops im Rahmen der Tagung | more infos to come


Investigative Recherche

mit Florian Skrabal | Mittwoch, 22.9.2021, 10-18 Uhr

© Walther Moser

© Walther Moser

Misogynie und Narrenfreiheit

more infos to come

Demonstration gegen Femizide, 9.4.2021 Graz © Doku Service Steiermark

© Doku Service Steiermark

Prozessbeobachtung im extremistischen Umfeld

– beobachten, recherchieren und berichten. Mit Mahriah Zimmermann | Donnerstag, 23.9.2021, 12-18 Uhr

Demonstration gegen Femizide, 9.4.2021 Graz © Doku Service Steiermark

Recherche, aber verschlüsselt 

Datensicherheit beim journalistischen Arbeiten. Mit Hans Christian Voigt | Freitag, 24.9.2021, 14-18 Uhr, und Samstag, 25.9.2021, 10-14 Uhr

© Walther Moser

© Walther Moser

Klassismus und Medien

mit Brigitte Theißl | Samstag, 25.9.2021, 10-17 Uhr

© Walther Moser

© Walther Moser

Mobile Reporting. Das Smartphone als Radiostudio

mit Sarah Emler | Sonntag, 26.9.2021, 10-18 Uhr

© Walther Moser

© Walther Moser

Organisationsteam: Manfred Kinzer, Daniela Oberndorfer und Lale Rodgarkia-Dara

Diese Tagung entsteht mit finanzieller Unterstützung und in Kooperation mit Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung, COMMIT, Steirische Gesellschaft für Kulturpolitik, Verband Freier Rundfunk Österreich, Die Wiener Volkshochschulen, Land Steiermark Abteilung 9 Kultur, Europa, Sport und FH JOANNEUM.

Medienpartner: Orange 94.0 (Wien),  FREIRAD Freies Radio Innsbruck, Campus & City Radio 94.4 (St. Pölten) und Radiofabrik (Salzburg).



Projektlaufzeit

01.04.2021 – 31.10.2021

Kontakt:

Organisationsteam

tagung@helsinki.at

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